Obstbaumpflege und Obstbaumschnitt

Ein Obstbaum, der zwanzig Jahre nicht geschnitten wurde, trägt kleine Früchte an Ästen, an die niemand mehr herankommt – und bricht irgendwann unter der eigenen Last auseinander. Wir schneiden Obstbäume so, dass sie tragfähig bleiben: im Hausgarten genauso wie auf der Streuobstwiese.

Leistungsumfang

  • Erziehungsschnitt an jungen Obstbäumen: Aufbau eines stabilen Kronengerüsts aus Mitteltrieb und drei bis vier Leitästen.
  • Erhaltungsschnitt an ertragsfähigen Bäumen: Auslichten, Fruchtholz erneuern, Wasserschosse entfernen, Krone licht und belüftet halten.
  • Verjüngungsschnitt an alten, lange ungepflegten Obstbäumen – in der Regel über zwei bis drei Jahre verteilt, nicht in einem Zug.
  • Streuobstwiesen: Pflege ganzer Bestände, auch mit Fördermittelauflagen, sowie Nachpflanzung von Hochstämmen.
  • Kronensicherung und Astabstützung an alten Bäumen mit weit ausladenden, bruchgefährdeten Ästen.
  • Mistelentfernung und Sanierung stark befallener Bäume.

Der richtige Zeitpunkt

Der klassische Winterschnitt liegt zwischen Ende Januar und Ende März, an frostfreien Tagen. Er regt den Baum stark zum Wachstum an – richtig bei jungen und schwachwüchsigen Bäumen. Beim Kernobst hat sich zusätzlich der Sommerschnitt zwischen Ende Juli und Ende August bewährt: Er beruhigt zu starkes Wachstum, verbessert die Belichtung der Früchte kurz vor der Ernte und die Wunden schließen sich schneller. Steinobst – Kirsche, Zwetschge, Pfirsich – wird grundsätzlich nach der Ernte im Sommer geschnitten, nie im nassen Winter, sonst drohen Gummifluss und Pilzbefall.

Warum ein alter Obstbaum kein Fall für die Motorsäge ist

Bei vernachlässigten Obstbäumen ist die Versuchung groß, radikal einzukürzen. Das Ergebnis ist regelmäßig dasselbe: Der Baum antwortet mit hunderten steil stehenden Wasserschossen, die keine Früchte tragen, und die großen Schnittflächen faulen ein. Wir gehen anders vor – Ableiten auf vorhandene Seitentriebe, Reduktion in Etappen, Erhalt des inneren Kronengerüsts. Das dauert länger, hält den Baum aber am Leben und im Ertrag.

Streuobst hat einen zweiten Wert

Alte Hochstämme sind der artenreichste Lebensraum, den man in einer Kulturlandschaft haben kann: Höhlen für Steinkauz, Wendehals und Fledermäuse, Totholz für Käfer, Blüten für Wildbienen. Wo die Verkehrssicherheit es zulässt, lassen wir abgestorbene Starkäste und Höhlenpartien deshalb bewusst stehen. Beides zusammen – Ertrag und Lebensraum – ist bei Obstbäumen kein Widerspruch, sondern die Regel.

Für Gemeinden und Vereine

Streuobstbestände im Gemeindebesitz oder in Vereinshand pflegen wir turnusmäßig und dokumentieren den Zustand jedes Baumes. Bei geförderten Beständen richten wir uns nach den Auflagen des jeweiligen Programms. Mehr dazu unter Leistungen für Kommunen.

Obstbäume schneiden lassen

Sagen Sie uns, wie viele Bäume es sind, welche Obstart und wann sie zuletzt geschnitten wurden. Daraus ergibt sich das Angebot meist ohne Ortstermin.

Telefon: 01573 1300 632
E-Mail: kontakt@baumart-baumpflege.de

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